Was können Angehörige tun
Die langjährige Erfahrung in der Therapie suchtkranker Menschen hat uns die Wichtigkeit der Einbindung von Partner und / oder nahe stehender Personen der jeweils Betroffenen in den thearpeutischen Prozess gezeigt.Sucht und süchtige Verhaltensweisen sind immer eine Reaktion auf unbefriedigende Lebensumstände, wo Wachstum und Entwicklung nicht möglich sind. Beziehungsstörungen und Beziehungsschwierigkeiten kommt somit eine zentrale Bedeutung in der Behandlung zu, da sie bei der Entstehung der Erkrankung eine Rolle spielen können, jedoch immer Auswirkungen auf das unmittelbare Umfeld haben.
Eine Stabilisierung des Umfeldes und /oder Klärung von Konflikten mit Angehörigen oder Partnern hat in der Regel eine positive Wirkung auf die weitere Entwicklung im Krankheitsverlauf.
Bereits im Vorfeld haben Angehörige die Möglichkeit, sich bei den entsprechenden Beratungsstellen oder Selbsthilfegruppen ( für Angehörige ) zu informieren und Unterstützung zu holen.
Im Rahmen der stationären Behandlung bieten wir sowohl Paar- und /oder Angehörigengespräche als auch 3-tägige Angehörigenseminare an, in denen eine intensive Beziehungsklärung möglich ist und neue Werte für eine gemeinsame Zukunft entwickelt werden können. Darüber hinaus erfolgt eine Aufklärung über Wesen und Dynamik der Abhängigkeitserkrankung.